Die Wiederentdeckung des Melodrams:
Dominique Horwitz liest Iwan Bunin
„Liebe und andere Unglücksfälle“
begleitet vom Jourist Quartett

CD Veröffentlichung am 15.11.19
(Label: Rosenkranz, Guildenstern & Huth, Vertrieb: Indigo)

Iwan Bunin „Liebe und andere Unglücksfälle“ – CD Artwork

Live Termine:

09.10. Deutsches Schauspielhaus, Hamburg
31.10. Marstall Ahrensburg, Ahrensburg
08.11. Kulturbühne Weiden, Weiden
11.11. Bürgerhaus Schortens, Schortens
16.11. Parktheater Iserlohn, Iserlohn
21.11. Cube521, Marnach
24.11. Theater-Itzehoe, Itzehoe
01.12. Kulturwerk Steinhagen, Steinhagen
– weitere Termine sind in Arbeit

Der Zauber russischer Erzählungen vergeht nicht. Auch nach ein paar Menschenaltern erscheinen sie frischer als das meiste, was der Trend verlangt. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sie vom Wichtigsten im Leben, vom Unvorhergesehenen handeln.
Im Jahr 1933 erhielt der russische, im Pariser Exil lebende Schriftsteller Iwan Bunin den Nobelpreis für Literatur. Bunin war mit Tschechow, Turgenjew und Gorki befreundet. Als Sohn eines Gutsbesitzers aus der Provinz begann er mit Dorfgeschichten, die zur Idylle neigten und ein lyrisch geschöntes Bild vom Landleben boten. Erst nach der Revolution von 1917, als er nach Frankreich emigrieren musste, fand seine Prosa zu einer federnden, rücksichtslosen Kraft, und seine Geschichten wurden immer abgründiger. Fern von den Illusionen des Symbolismus sprechen sie von Chaos, Melancholie, Begierde und Wahnsinn.
Aus Bunins bester Zeit, den Jahren 1916 bis 1944, stammen die Novellen dieses Abends. Als Kosmopolit wider Willen kannte er die Côte d’Azur und das algerische Constantine so gut wie die sommerlichen Boulevards von Moskau und die Absteigen und Gerichtssäle von Sankt Petersburg. Kleinstädte am Ende der Welt, dunkle Alleen, kaukasische Kurorte sind die Schauplätze der plötzlichen Leidenschaften und der unerklärlichen
Verbrechen, von denen er erzählt. Und immer wieder findet sich der Zuhörer an Bord eines Schiffes, eines Wolga-Dampfers, der träge dahingleitet, in einer Luxuskabine auf der Fahrt zur Krim.
Musikalisch begleitet wird die Lesung vom Jourist Quartett, das auf allen großen Festivals zuhause ist und diese Lesung mit Musik von Brahms, Tangos aus Russland von Efim Jourist bis hin zu Jazz orchestriert.

Besetzung
Dominique Horwitz – Sprecher
Jourist Quartett:
Edouard Tachalow – Violine
Jakob Neubauer – Bajan & Bandoneon
Andreas Dopp – Gitarre
Johannes Huth – Kontrabass

web
www.jouristquartett.de